Nächster Halt: England

Aktualisiert: 10. Dez 2020

Nach dem ersten Stopp in der Heimat des Weihnachtsmanns geht unsere Reise weiter ins royale England, um die regionalen Traditionen und Bräuche kennenzulernen.


Eine sehr beliebte englische Tradition sind die "Christmas Cards". Mit den bunten Weihnachtskarten versenden die Engländer ihre weihnachtlichen Grüße an ihre Familienmitglieder und Freunde, welche zu Dekorationszwecken wie die Weihnachtsstrümpfe an den heimischen Kamin gehängt werden.


Wie die Weihnachtskarten dürfen auch die bunt bestickten Weihnachtsstrümpfe (Stocking) in den englischen Haushalten nicht fehlen. Der Weihnachtsstrumpf wird am Weihnachtsmorgen prall gefüllt mit Leckereien und Geschenken aufgefunden, liebevoll vom Weihnachtsmann bestückt. Dieser nennt sich in England "Father Christmas".


Natürlich darf auch der romantische Mistelzweig, unter dem auf einen Kuss gehofft werden darf, nicht fehlen. Die Mistel spielt schon seit Jahrhunderten eine Rolle im Brauchtum der Engländer – ihr wurden von jeher magische Kräfte zugesprochen. Keltische Druiden ernteten sie im Winter für die Herstellung von Heilmitteln und Fruchtbarkeitstränken.

Mistelzweige gehen auch auf Hochzeits- und Friedensrituale der nordischen Stämme zurück und sind eine Geste der Versöhnung – passend zur Weihnachtszeit.


Ein weiterer Brauch sind die bunten, funkelnden Knallbonbons, welche vor allem gegen mögliche Langeweile an der Festtafel dienen sollen. Nach dem "Knall" ist es Pflicht, die darin enthaltenen Kronen vor dem Essen aufzusetzen.



Nach unserem kleinen Ausflug nach England geht es nächste Woche nach Bella Italia!


Zum Abschluss unseres Blogbeitrages folgen nun die Rezepte für typisch englische Weihnachtsspezialitäten für euch.

Viel Spaß beim Nachkochen!




Englisches Weihnachtsmenü

Vorspeise

Sausage Rolls

Blätterteigrollen gefüllt mit Würstchen


Hauptgang

Roast Turkey

Truthahnbraten gefüllt mit Fleisch, Nüssen & Obst


Dessert

Christmas Plum Pudding

serviert mit Brandy Butter



Rezepte zum Weihnachtsmenü


Vorspeise: Sausage Rolls (Blätterteigrollen)


Zutaten

  • 1 Rolle Blätterteig [aus dem Kühlregal]

  • 3-4 große Bratwürste

  • 1 Zwiebel

  • 1 Ei

  • Schnittlauch

  • Salz & Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

  2. Den Blätterteig ausrollen und längs halbieren.

  3. Die Bratwürste aus ihrer Haut entfernen.

  4. Die Zwiebel klein schneiden und alle Zutaten bis auf das Ei in einer Schüssel vermischen.

  5. Aus der Masse eine lange Fleischrolle formen und auf die Blätterteig-Hälften legen.

  6. Das Ei mit 2 EL Wasser verquirlen.

  7. Den Blätterteig einrollen und das letzte Stück Blätterteig mit Ei einpinseln, damit der Teig gut zusammenhält.

  8. Die Rolle auch außen mit Ei einpinseln und kurz kalt stellen, damit der Blätterteig fester wird.

  9. Dann die Rollen in etwa 4 cm lange Stücke schneiden und auf ein Backblech legen.

  10. Um die 25-30 Minuten im Ofen auf mittlerer Schiene backen. Sobald die Röllchen gar sind, herausnehmen, abkühlen lassen und genießen.


Hauptgang: Roast Turkey (Truthahnbraten)


Zutaten

  • 450 g gehacktes Bratwurstfleisch

  • 230 g Butter oder Margarine

  • 2 große geschälte und geschnittene Äpfel

  • 1 mittelgroße gewürfelte Zwiebel

  • 200 g klein geschnittener Sellerie

  • 240 ml Wasser

  • 230 g Maisbrotkrümel

  • 200 g gehackte Pekannüsse

  • 100 g gehackte Petersilie

  • 1 TL Geflügel Gewürz

  • 1 ausgenommener Truthahn (8-9 kg)

  • Salz & Pfeffer

Zubereitung

  1. In einer Pfanne das gehackte Bratwurstfleisch bei mittlerer Hitze anbraten und dabei mit einer Gabel zerteilen. Butter, Äpfel, Sellerie und die Zwiebeln dazu geben und unter Rühren etwa 5 Minuten braten lassen.

  2. Das Wasser hinzugeben und alles erwärmen, bis es aufkocht. Die Pfanne vom Herd nehmen und die entstandene Masse in eine Schüssel geben.

  3. Zu dieser Masse das Maisbrot, Pekannüsse, Petersilie und Geflügelwürzmischung geben und alles gut miteinander vermengen.

  4. Den Truthahn innen und außen waschen, Hals und Innereien entfernen und alles gut abtropfen lassen.

  5. Die Füllung mit einem Löffel in den Truthahn geben.

  6. Die Beine zusammen binden und mit der Brust nach oben in einen Bräter legen. Die Haut des Truthahns mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Den Truthahn mit Salz & Pfeffer würzen.

  7. Der Truthahn muss nun etwa 4 Stunden bei 160 Grad im Backofen braten bis er gar ist. Sobald der Truthahn goldbraun wird, muss er mit Alufolie bedeckt werden. Kurz vor Ende der Bratzeit kann die Folie wieder entfernt werden, damit die Haut schön knusprig wird.

Extra-Tipp: Lasst den Truthahn etwa 20 Minuten stehen, bevor er serviert wird, dadurch lässt er sich leichter tranchieren.


Dessert: Christmas Plum Pudding


Zutaten

  • 175 g Fett (Rindernierenfett)

  • 100 g Mehl

  • 175 g Zucker

  • ½ TL Salz

  • 200g Semmelbrösel

  • 100g entsteinte Backpflaumen

  • 100 g Rosinen

  • 100 g Korinthen

  • 100 g Zitronat

  • 100 g Orangeat

  • 100 g Mandeln

  • 4 Eier

  • ¼ Liter Milch

  • 2 Äpfel

  • 1 dl Schnaps (Arrak)

  • ½ TL Zimt

  • ½ TL Piment

  • ¼ TL gemahlener Ingwer

  • Muskat

  • gemahlene Nelken

  • 3 EL 54%iger Rum

  • 250 g Butter

  • 150 g Puderzucker

  • 1 dl Weinbrand

  • Zitronensaft

Zubereitung

  1. Das Rindernierenfett von Häuten und Sehnen trennen und mit einem Fleischwolf zerkleinern, dann das Fett gut mit dem Mehl vermischen.

  2. Salz, Zucker und Semmelbrösel miteinander vermengen und das gehackte Zitronat, Orangeat, die zerkleinerten Pflaumen, Rosinen und Korinthen, die geriebenen Mandeln sowie die Gewürze untermischen.

  3. Äpfel schälen und raspeln, den Schnaps dazugeben.

  4. Eier und Milch verquirlen und alles mit den bereits vorhandenen Zutaten vermischen.

  5. Eine große Puddingform einfetten, den Teig hineingeben und in einem Wasserbad für 3-4 Stunden kochen.

  6. Den Pudding danach etwas ruhen lassen und im Anschluss aus der Form lösen. Mit dem warmen Rum begießen, anzünden und brennend servieren.

  7. Den Puderzucker mit der Butter schaumig schlagen. Langsam den Weinbrand dazu geben und mit dem Zitronensaft abschmecken. Die dadurch entstandene Soße (Brandy Butter) zum Pudding reichen.


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